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Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 14:27
von Kiahra
Du weißt nicht wie viel Zeit vergangen ist, seitdem du zu Boden gegangen bist. Du erinnerst dich nur an einige Eindrücke die du seit dem bekommen hast. Die Geräusche von Motoren, das Zuschlagen von schweren Metalltüren, das Gefühl sich zu bewegen ohne selbst zu laufen. Nach dem erneuten Schwanken zwischen Erwachen und Ohnmacht ein Gefühl von Schwerelosigkeit, entfernte, fluchende Stimmen die sich etwas zuriefen, deren Sinn du nicht fassen konntest. Als nächstes wieder das Gefühl den Boden unter den Füßen zu verlieren und wie auf einem Boot zu schwanken. Bevor du wieder in die Dunkelheit abgedriftet bist, vernimmst du noch als letztes eine kühle dir unbekannte Stimme: „Stellt es hier ab, um den Inhalt werden wir uns später kümmern!“.
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Das erste was du wahrnimmst nachdem die Dunkelheit dich aus ihren Fängen entlässt sind höllische Kopfschmerzen, die sich strahlend ausbreiten und bei jeder Bewegung nur noch stärker zu pochen scheinen. Vorsichtig und langsam öffnest du die Augen, schließt sie jedoch direkt wieder, nachdem die Schmerzen in deinen Kopf rasant zunehmen, als hätte dir jemand einen Eispickel in den Hinterkopf gejagt. Stöhnend drehst du dich zu Seite, weg von dem Licht, dass sich durch deine Augenlieder bahnt und versuchst es erneut. Noch langsamer als vorher öffnest du deine Augen und blinzelst. Nach einer Weile verliert sich der rasante Schmerz und bleibt als stille Drohung in deinem Hinterkopf bestehen, lähmt allerdings nicht mehr länger deinen Körper, sodass es dir nun möglich ist dich zu bewegen. Vorsichtig drehst du dich um und schaust direkt ins Licht. Erneut musst du blinzeln, doch dieses Mal gewöhnen sich deine Augen an die Helligkeit, ohne die Kopfschmerzen direkt zu verstärken. Deine Sicht fokussiert sich und du nimmst deine Umgebung wieder klar wahr. Du sitzt in einem Käfig!
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Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 18:12
von Mio
Ein... ein Käfig? Wirklich? Wie kann das nur sein? Langsam taste ich mich voran, um vielleicht mehr von meiner unmittelbaren Umgebung zu erkennen. Ich hatte doch eine Stimme gehört! Aber wie lange ich wohl bewusstlos gewesen bin? Während mir tausende Gedanken im Kopf herum schwirren und ich noch immer einen dumpfen Schmerz spüren kann, fasse ich mir an die Stelle, an der ich vermutlich den Schlag abgekommen habe. "Oww", wimmere ich mit gedämpfter Stimme. Wieso sollte mich jemand nieder schlagen und dazu noch entführen? Ich möchte nicht das Schlimmste befürchten, aber darauf weißt alles hin. Was es mit den Käfigen im Wald auf sich hatte kann man sich auch fast schon von alleine denken... "Und was jetzt?" Mir graust es schon davor denjenigen zu treffen, der mich hier rein gesteckt hat, doch irgendwas muss ich ja tun! Bevor ich mir unnötig den Kopf zerbreche krieche ich auf allen Vieren an die Stangen des Käfigs und rüttle an ihnen. Sie machen ein klapperndes Geräusch.

Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 18:57
von Kiahra
Du rüttelst kräftig an den Stäben des Käfig, doch sie geben keinen Millimeter nach. Du hörst ein leises Wimmern, ansonsten ist der Raum still. Dann ertönt ein lautes Krachen und du erkennst aus den Augenwinkeln wie eine Tür auffliegt und an die Wand prallt. Eine Frau mir langen blauen Haaren kommt in den Raum stolziert und kichert als sie dich an den Stäben sieht: "Ohhh, wenn haben wir denn da?" Sie wirft ihr perfekt geschnittenes Haar zurück und grinst dich dann überheblich an: "Vielleicht lernst du jetzt deine Nase nicht in Dinge zu stecken, die dich nichts angehen" dann wendet sie sich von dir ab und tritt neben den Käfig, der deinem gegenüber steht. Ein erschrockener ruf erklingt, gefolgt von einem Scharren. Die Frau lacht schallend: "Na, du Biest? Hast du so eine Angst vor mir? Du bist echt ein Angsthase für ein Pokémon deiner Art." Amüsiert schüttelt sie den Kopf, dann packt sie einen langen Holzstab, der neben den anderen Käfig gehangen hatte und pochert aggressiv zwischen die Stäbe. Erneut ertönt ein erschrockener, gefolgt von einem schmerzhaften Schrei. Lachend schüttelt die Frau den Kopf: "Du bist echt zu gar nichts zu gebrauchen!"

Schnelle Schritte ertönen, dann eilt ein junger Mann in den Raum: "Miss Cornelia, es wird nach Ihnen im Kontrollraum verlangt." Die Blauhaarige sieht den Mann abschätzend an. "Verbeug dich gefälligst du Wurm, weißt du nicht wen du hier vor dir hast?" Mit dem Stock holt sie in seiner Richtung aus, verfehlt ihn aber knapp. Der Angesprochene verbeugt sich sofort: "Entschuldigen Sie meine Respektlosigkeit!" Cornelia hängt den Stock weg und schreitet aus den Raum. Der Mann verharrt noch einen Moment und wirft dir einen Blick zu. Blaue Augen mustern dich kurz und dann scheint er zu überlegen. Doch dann verlässt er eilig den Raum. Ein wenig von dir entfernt lässt er allerdings etwas fallen, blickt zu dir zurück und hält ein Finger vor den Lippen, ehe er den Raum verlässt. Ein wenig von dem Käfig entfernt liegt ein Schlüssel.

Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 19:27
von Mio
Total überrascht schaue ich den beiden hinterher, wie sie den Raum wieder verlassen. So schnell wie die "Miss" kam und wieder ging, konnte ich gar nichts groß zu ihr sagen oder tun. Das Wimmern aus dem anderen Käfig hört sich wirklich schrecklich an, ich konnte nicht mal ausmachen um was für ein Pokemon es sich handeln könnte. Was sie wohl mit diesem und anderen Pokemon vor haben? Bei so vielen Käfigen. Ich denke mir diese Cornelia kann froh sein, dass ich ebenfalls in einem Käfig fest sitze, sonst hätte sie was erleben können! Aber erstmal hier wieder raus kommen. Ich krieche an das andere Ende des Käfigs und drücke mich an die Stäbe um den Schlüssel zu erreichen, den ich nach etwas Rumgefuchtel endlich in der Hand habe. So schnell ich mit den leichten Kopfschmerzen kann öffne ich mit dem Schlüssel das Schloss und steige heraus aus dem Käfig. Nach einem Seufzen und Strecken möchte ich versuchen, auch das Pokemon zu befreien. Wer weiß was sie ihm noch angetan haben... Ich nähere mich dem Käfig. "Ob es verletzt ist...?"

Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 20:51
von Kiahra
Es fällt dir nicht schwer von deiner Position, die du eingenommen hast, an den Schlüssel zu kommen. Du holst ihn an dich heran und steckst ihn in das Schloss. Er passt und handelt sich demnach nicht um einen grausamen Scherz des Mannes. Aber warum hatte er dir geholfen? Du konzentrierst dich wieder auf den Raum der nun vor dir liegt, voll Müll und alter, beschädigter Möbel. Der einzige andere Käfig ist der, genau dir gegenüber. Du näherst dich dem Käfig, dir gegenüber und kannst ein entsetztes Keuchen vernehmen, gefolgt von erneuten Schaben. Als du in den Käfig schaust, kannst du kein Pokémon sehen. Allerdings liegt eine Ecke im Schatten. Wenn du ganz genau hinschaust, kannst du im Dunkeln zwei Augen ausmachen, die dich verängstigt anstarren.

Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 15. Okt 2016, 21:06
von Mio
Ich kann also nicht sehen, wie es ihm geht, da es ganz hinten im Käfig zu dunkel zu seien scheint. Das Pokemon müsste schon etwas näher kommen... Wenigstens zeigen mir seine Augen dass es bei Bewusstsein ist. Es muss jedoch sehr verängstigt sein, nach all dem was es vorhin aushalten musste. Und wenn ich daran denke, dass es von irgendwo verschleppt wurde, so ich wie ich. Wie kann man nur! Der kleine Schatten im Käfig vor mir kauert weiterhin in der Ecke. "Hey, du." Ich beuge mich herunter, um es vielleicht so weniger zu erschrecken. "Vor mir brauchst du keine Angst zu haben. Ich werde versuchen, dich hier raus zu holen, okay? Bleib ruhig erstmal wo du bist." Es ist vielleicht wirklich erstmal besser so, es könnte mich ja auch angreifen. Daran hatte ich noch gar nicht gedacht. Doch ich kann nicht anders als es vor Mitleid anzulächeln. Während ich mich wieder aufrichte, versuche ich den Schlüssel auch in diesem Schloss. Hoffentlich passt er.

Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 18:06
von Kiahra
Trotz deiner sanften Worte rührt sich das Pokémon kein Stück aus dem Dunkeln heraus und du kannst auch nichts hören. Nicht einmal das Atmen ist zu vernehmen. Allerdings starren dich die Augen weiterhin verängstigt an. Dir bleibt nichts anderes übrig, als das Pokémon zunächst zu befreien, um so dessen Angst zu mindern und sein Vertrauen zu gewinnen. Erwartungsvoll steckst du den Schlüssel in das Schloss und versuchst diesen herumzudrehen. Leider ohne Erfolg.

Re: Der Beginn einer langen Reise...

Verfasst: Sa 22. Okt 2016, 22:21
von Mio
Der Schlüssel passt also nicht in dieses Schloss. Wie soll ich das Pokemon nun befreien? Es scheint sich auch nicht selbst befreien zu können. Es hat wohl noch zu viel Angst. Ich seufze. "Okay, dann bleib dort sitzen und ich werde weiter versuchen dich da raus zu holen, okay?"
Also schaue ich mich nochmal etwas genauer in dem Raum um. Hier liegt nichts als Müll so wie es aussieht. Zumindest finde ich nichts was mir helfen könnte. Was jetzt? Ich weiß nicht ob es so eine gute Idee wäre es hier alleine zu lassen und nach einem anderen Schlüssel zu suchen. Aber vielleicht habe ich keine andere Wahl...
Doch bevor ich es riskiere noch einmal gefangen genommen zu werden versuche ich mit dem Holzstab, den die Frau vorhin benutzte und wieder weg hing, vielleicht irgendwie die Stäbe des Käfigs zu verbiegen? Auch wenn der Stab nur aus Holz ist, versuchen kann man es ja mal.